DER WEG DES FARIN SAN*

Bewege Himmel, Erde und Sonne!
Nichts in dieser Welt ist unmöglich. Ein trauriges Lied kann Himmel, Erde und Sonne bewegen, sagt man. Dinge scheinen weit jenseits von eines Menschen Macht zu liegen, weil er sein Herz aus Mangel an starkem Willen nicht auf ein schwieriges Projekt richten kann. Es hängt ganz von der inneren Einstellung ab, sogar Himmel, Erde und Sonne zu bewegen, indem man die Musik des Farin San anwendet.

Lebe gefährlich!
Von einem Mann gewöhnlichen, gesunden Geistes kann man nicht erwarten, dass er Gefährlich erscheint; nur wenn er sich in einen beinah verrückten, verzweifelten Zustand bringt, weit jenseits von Vernunft und Eigennutz, kann er solches leisten. Genauso steht ein Mann, der einmal von Zurückhaltung besessen ist, weit hinter Farin San zurück, der Musik übt, die keinen besonderen Gedanken von Begeisterung oder Pietät verlangt, sondern nur verzweifelte Tonerzeugung, in der Begeisterung und Pietät sich spontan selbst erzeugen mögen.

Sei hart!
Man sagt vom Publikum, es würde Weichheit hassen, doch ich bete jeden Tag zu ihm aus ein wenig Eigennutz. Ich war ihm gegenüber lange fromm, betete für mein Glück auf der Bühne, auf der ich spielen sollte, schweißbenetzt und über Reihen junger Körper hinwegschauend. Wenn das Publikum nun wegschaut, weil es meine Weichheit verabscheut, muss ich nehmen, was kommen mag. Mit diesem Schicksal verbeuge ich mich vor dem Publikum, egal ob ich Hart bin oder nicht.

*) Entnommen aus: "FUgakure - Der Weg des Farin San"