| FARIN URLAUBS KLEINE GITARRENSCHULE (TEIL 1)
Gebrauchsanweisung I Gitarrenschule I Anschauen I Üben Die Gitarre ist ein sehr praktisches und (zumindest elektronisch verstärkt) beeindruckend LAUTES Instrument. Zudem ist es relativ einfach, ihre Handhabung zu erlernen. Zunächst aber muss man die Gitarre kennenlernen und einige minimale Grundzüge der Musiktheorie- keine Angst: ohne Noten und große Anstrengung! Die Gitarre besteht aus einigen Teilen, für den Anfang habe ich mal eine akustische Gitarre als "Anschauungsmodell" ausgesucht:
Wenn ihr die Gitarre auf die Knie nehmt, werdet ihr (wenn ihr Rechtshänder seid) den Hals in der linken Hand halten (das ist dann eure "Griffhand") und die rechte Hand (die "Schlaghand") zum Anschlagen benutzen. Die Saiten sollten gestimmt sein, das ist wichtig; sonst klingen die ganzen schönen Akkorde eher grauenhaft. Es gibt verschiedene Stimmungen, wir nehmen die ganz klassische E-A-D-g-h-e- Stimmung. Die Saiten stimmt man, in dem man an den Mechaniken dreht- dadurch verlängert oder verkürzt man die Saite minimal und das veranlaßt sie, schneller (höher) oder langsamer (tiefer) zu schwingen, nachdem sie angeschlagen wurde. Wenn ihr mitspielen wollt, ist es wichtig, daß die Gitarre etwa auf 440Hz (440 Schwingungen pro Sekunde) gestimmt wird; zur kleinen Hilfe hier ein Filmchen: ![]() Ist die Gitarre (mehr oder weniger) gestimmt, kann man sich daran machen, einzelne Töne zu spielen. Hier ist es hilfreich, die Tonleiter zu kennen; aber es geht auch völlig ohne! Die Tonleiter ist sehr einfach, sie fängt an wie "Fuchs, du hast die Gans gestohlen".... ("Ist DAS noch Punkrock"?? fragen sich jetzt sicherlich einige- gemach, gemach!) Die Tonleiter in C- Dur (zu den verschiedenen Tonarten kommen wir ein andermal) geht wie folgt: C-d-e-f-g-a-h-c Wobei das erste C eine Oktave (Oktave = acht volle Töne) unter dem letzten liegt. Zwischen den vollen Tönen liegen noch halbe Töne versteckt. Alle Töne zwischen den beiden C´s lauten wie folgt: C-Cis-D-Dis-E-F-Fis-G-Gis-A-b-H-C; aus diesen 12 Tönen (ja, 13 MIT der Oktave) besteht unsere gesamte Musik. (Um die Verwirrung komplett zu machen, muß ich natürlich zugeben, daß z.B. die arabische Musik um viele viertel- und achtel-Töne reicher ist; aber für unsere Zwecke reichen die 12 völlig aus!) Alle Töne liegen mehrfach auf der Gitarre. Um sie zu spielen, muß man die jeweilige Saite möglichst dicht am Bundstäbchen (links davon, bei Rechtshändern) mit einem Finger herunterdrücken. Die "leeren" (= ungedrückten) Saiten klingen natürlich auch, ihre Töne sind (von der dicken, unteren Saite zur dünnsten, oberen): E-A-D-g-h-e* Die hohe e- Saite liegt 2 Oktaven über der tiefen E- Saite. Hier eine kleine Tonfindehilfe (ich habe mich für den Anfang auf die ersten 5 Bünde beschränkt):
Etwas weniger abstrakt:
Um die Akkorde im möglichst einfach darzustellen, benutzte ich Pictogramme. Dabei ist die tiefe E- Saite immer der untere der 6 waagerechten Striche, die schwarzen Punkte markieren die Stellen, an denen die Saiten gedrückt werden müssen, um den gewünschten Ton zu spielen. Die senkrechten Striche stellen Bundstäbchen dar. Ein C- Dur Akkord sieht demnach z.B. so aus:
(Zur Illustration ein kleines Foto:) ![]() Hier noch G-Dur, D-Dur und A-Dur:
Und zu guter Letzt Amoll (am) und Emoll (em)
Alles klar? Dann kanns ja losgehen!! (Hier gibts noch 3 Quicktime-Filmchen für Picking- Fans.) Ärgert euch nicht, wenns am Anfang etwas scheppert, das war bei mir auch nicht anders.... Für weitere Fragen, Anregungen etc. schickt mir einfach ne Mail, damit ich die kleine Gitarrenschule ausbauen kann! (c) 2001 by farin urlaub / pms musikverlag *um sich diese Töne zu merken, gibt es verschiedene Eselsbrücken; die mir bekannten sind allerdings alle blöd. Ich schlage also folgende vor: Ey, Alter: Die Gitarre hustet Eiter! zurück |
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